Die Planungen für den Campus erfolgen in enger Abstimmung mit Umwelt- und Naturschutzbehörden. Beispielsweise sollen viele der Grünelemente in die Neuplanung integriert und so erhalten werden. Damit bewahrt die UTN Lebensräume für verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Mit Nisthilfen für Vögel und Insekten und tierfreundlichen Habitaten ergreift die Universität zusätzliche Maßnahmen. Zum Lernen, für die Pause oder für sportliche Aktivitäten: Mit der sogenannten Grüne Mitte entsteht auf dem Campus eine parkähnliche Fläche als zukünftiger Treffpunkt für Studierende, Lehrende und die Öffentlichkeit.
ANZEIGE
ANZEIGE
Ein grüner Campus entsteht
ANZEIGE
ANZEIGE
Das erste Gebäude: Cube One
Das erste Gebäude auf dem Campus bezieht die UTN im Frühjahr 2024. Der sogenannte Cube One wird als innovativer Holzhybridbau errichtet. Der Kern des Gebäudes besteht aus recyceltem Beton. Vorbewitterte Fichte bildet die Fassade. Cube One entspricht dem Passivhausstandard. Um das Stadtklima zu verbessern und Umwelteinflüsse zu reduzieren, erhält er an zwei Seiten Rankgerüste und ist mit einer begrünten Dachfläche ausgestattet. Die Fassadenbegrünung spendet Schatten und verhindert so, dass sich das Gebäude im Sommer aufheizt. Denn durch die Blätter der Pflanzen verdunstet Wasser. Das wiederum sorgt für frischere und kühlere Umgebungsluft. Dachbegrünungen können zudem bis zu 90 Prozent des Niederschlagswassers speichern. Und sie sind eine wichtige Ergänzung zu innerstädtischen Grünflächen: Sie erweitern den Lebensraum von Tieren und tragen damit zur Artenvielfalt bei. Die grünen Gebäudeflächen dienen auch als natürliche Filter: Pflanzen können Schadstoffe aus der Luft herausfiltern. Bei Stickstoffoxyd ist dadurch eine Reduktion um bis zu 40 Prozent, bei Ozon und Feinstaub um bis zu 60 Prozent möglich.
ANZEIGE
ANZEIGE
Flexibel in die Zukunft
Mit einer Nutzfläche von rund 2.500 m² bietet Cube One Platz für bis zu 120 Personen. Anstelle klassischer Zellenbüros entsteht eine multifunktionale Arbeitswelt mit Open-Space-Flächen und Flexräumen, die eine innovative Arbeitsumgebung gewährleistet und den Teamzusammenhalt sowie die Kommunikation fördert. Für Lehrende, Mitarbeitende und Studierende soll es möglichst einfach sein, die Flächen an ihren jeweiligen Bedarf anzupassen. Das geschieht beispielsweise über teilbare Raumkonstellationen, multifunktionale und mobile Möbel sowie eine flächendeckende Bereitstellung von benötigter Technik.
ANZEIGE
ANZEIGE
Selbstversorgerin dank erneuerbaren Energien
Der Campus der UTN wird sich überwiegend selbst und mit erneuerbaren Energien versorgen – auf fossile Brennstoffe verzichtet die Universität komplett. Auch der Campus-Betrieb soll CO2-neutral erfolgen. Möglich macht das eine zentrale Energieversorgung mit Wärme- und Kältespeichern sowie regenerativ betriebenen und reversibel nutzbaren Wärmepumpen. Auf allen Gebäuden werden zudem Photovoltaikanlagen installiert. Zentrales Element des Energiekonzeptes sind die beiden saisonalen Energiespeicher. Diese dienen als Zwischenspeicher für die Wärme, die im Sommer erzeugt und im Winter wieder abgegeben wird. Die Speicher sind jeweils etwa 32 Meter hoch und 30 Meter breit und umfassen 25.000 Kubikmeter Wasser. Das entspricht 10 olympischen Schwimmbecken oder 125.000 Badewannen. In einem Reallabor kann die UTN darüber hinaus zukunftsweisende Maßnahmen wie Second-Life- oder Wasserstoffspeicher testen.
ANZEIGE
ANZEIGE
Ganz natürlich: Niederschlag, Versickerung und Verdunstung
Auf dem Campus soll der natürliche Wasserkreislauf erhalten werden, der durch Niederschlag, Versickerung und Verdunstung entsteht. Anfallendes Regenwasser wird zum Teil in unterirdischen Tanks aufgefangen und genutzt, um die Grünflächen im Sommer zu bewässern. Das übrige Niederschlagswasser wird nicht in die Kanalisation eingeleitet, sondern versickert auf dem Grundstück. Das erhöht den Grundwasserspiegel, verbessert das Pflanzenwachstum, schont Kanalisation und Kläranlagen, verringert die Hochwassergefahr und sorgt für eine natürliche Klimaregulierung auf dem Areal.
ANZEIGE
ANZEIGE
Ein Campus ohne Autos
Der Campus der UTN soll ein Ort werden, an dem man sich gerne aufhält. Daher wird das Areal weitgehend autofrei. Um dennoch gut erreichbar zu sein, setzt die Universität verstärkt auf alternative Verkehrsmittel und überdachte Fahrradabstellplätze. Eine Straßenbahnlinie wird zudem den Campus mit zwei neuen Haltestellen an das Stadtzentrum und den Hauptbahnhof anbinden.
ANZEIGE
ANZEIGE
Besuchen Sie die UTN in den Experience Cubes!
In den Experience Cubes auf dem Campus können Sie sich über das Konzept und den Planungsstand der UTN informieren. Die vier Infocontainer fokussieren sich auf die vier Kernbotschaften der UTN: interdisziplinär, international, digital und nachhaltig. In jedem der Cubes befindet sich ein multimediales Exponat, anhand dessen Sie sich interaktiv mit dem jeweiligen Thema auseinandersetzen können. Die UTN öffnet die Experience Cubes ab April 2024 wieder jeden dritten Freitag im Monat. Der Eintritt ist kostenlos und ohne Voranmeldung möglich. Für Schulklassen bietet die Universität geführte Touren an. Termine können individuell über events@utn.de vereinbart werden.